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§imb-pnd

Interdisziplinäre und multiprofessionelle Beratung bei Pränataldiagnostik und Schwangerschaftsabbruch (§imb-pnd)


Am 1. Januar 2010 ist das Gesetz zur Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes in Kraft getreten. Kern der Gesetzesänderung ist die erstmalige Normierung der „Aufklärung und Beratung in besonderen Fällen“. Hinter den „besonderen Fällen“ verbirgt sich die Pränataldiagnostik: Ziel der Gesetzesänderung ist es, die Aufklärungs- und Beratungssituation von schwangeren Frauen und ihren Partnern zu verbessern, denen ein auffälliger fetaler Befund mitgeteilt werden muss. Um dem nachzukommen, werden Anpassungen an die neue Rechtslage auf Seiten aller im Kontext von Pränataldiagnostik und medizinisch-sozialer Indikationsstellung tätigen Ärzte, aber auch auf Seiten psychosozialer Beratungsstellen vorzunehmen sein.
Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugendlichen geförderte Projekt befasst sich mit der wissenschaftlichen Begleitung der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. Im Fokus der wissenschaftlichen Begleitung wird dabei die Umsetzung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes in der seit 1.1.2010 geltenden Fassung, insbesondere des § 2a SchKG liegen. Daneben werden auch die einschlägigen Regelungen des neuen Gendiagnostikgesetzes berücksichtigt.
Ziel des Projektes ist es, die Etablierung geeigneter Kooperationsstrukturen zur interdisziplinären und multiprofessionellen Beratung bei Pränataldiagnostik und Schwangerschaftsabbruch zu begleiten und zu unterstützen. Zu diesem Zweck wird im Rahmen des Projektes eine zweistufige, bundesweite und möglichst umfassende Fragebogen-Erhebung über Erfahrungen mit den gesetzlich vorgeschriebenen Neuerungen über Aufklärung und Beratung sowie zu den Kooperationsstrukturen seitens der Ärzte, Beratungsstellen, Verbände und Organisationen durchgeführt. Daneben wird an ausgewählten repräsentativen Einzelstandorten eine differenziertere und tiefergehende Erfassung der Erfahrungen von einzelnen Ärzten an unterschiedlichen Tätigkeitsorten (Praxis, Schwerpunktpraxis, Klinik), psychosozialen Beraterinnen und Selbsthilfeverbänden sowie Behindertenorganisationen mittels Interviews stattfinden.
Ein Projektbeirat mit Vertretern aller von der Gesetzesänderung betroffenen Gruppen begleitet das Projekt.

Die vier Module des Projekts §imb-pnd



Mitglieder des Projektbeirates


Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V.
BAG Selbsthilfe e.V. / IMEW
Berufsverband der Frauenärzte e.V.
Berufsverband Deutscher Humangenetiker e.V.
Berufsverband niedergelassener Pränatalmediziner e.V.
Bundesärztekammer
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V.
Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Der Paritätische Gesamtverband e.V.
Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V.
Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe
Deutsche Gesellschaft für Humangenetik e.V.
Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin und Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin
Deutscher Caritas Verband e.V.
Deutsches Rotes Kreuz
Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e. V.
Donum Vitae zur Förderung des Schutzes des menschlichen Lebens e. V. - Bundesverband
Evangelische Konferenz für Familien-und Lebensberatung e.V.
Gesundheitsamt der Stadt Köln
Kindernetzwerk e.V.
Leona- Verein für Eltern chromosomal geschädigter Kinder e.V
pro familia-Bundesverband
Robert-Koch-Institut
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V.


Projektleitung
Prof. Dr. Christiane Woopen

Bearbeiterinnen
Dr. jur. Anne Rummer; Dipl.-Kfm. Andrea Roth; Nina Horstkötter M.Sc.

Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugendliche.
Laufzeit: Dezember 2009 – November 2012.

 

Veröffentlichungen
 

  • Horstkötter, N.; Roth, A.; Rummer, A.; Woopen, C.: Das Schwangerschaftskonfliktgesetz und seine Umsetzung: Ausgewählte Ergebnisse des Projektes „Interdisziplinäre und multiprofessionelle Beratung bei Pränataldiagnostik und Schwangerschaftsabbruch (§imb-pnd)“. BZgA-Forum Sexualaufklärung und Familienplanung 2-2012: Vorgeburtliche Untersuchungen, 3-8.
  • Rummer, A.; Horstkötter, N.; Woopen, C.: Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg, in: Dtsch Arztebl 2011; 108(38): A-1960.
  • Woopen, C., Rummer, A.: Pränatale Diagnostik und Schwangerschaftsabbruch: Kooperation zwischen Ärzten, Beratungsstellen und Verbänden, in: Dtsch Arztebl 2010; 107(3): A-68 - A-70.
  • Rummer, A.; Roth, A.; Horstkötter, N.; Woopen, C.: Pränataldiagnostik und Schwangerschaftsabbruch: Handlungspfad und Checkliste für die ärztliche Aufklärung und Beratung, in: Dtsch Arztebl 2010; 107(43): A-2080